... ändern wir eben das Problem.
Ich erinnere mich noch vage an Zeiten, in denen Spiele und andere Anwendungen meist mit Installationsanweisungen daherkamen (scheint inzwischen nicht mehr so verbreitet zu sein, vielleicht nimmt man an, daß der normale Anwender in der Lage ist, ein Programm zu installieren). Etwas, was ich dort häufiger las, war etwas in der Art wie „Legen Sie die CD in das CD-ROM-Laufwerk. Das Setup-Programm sollte automatisch starten. Wenn es nicht automatisch startet, folgen Sie bitte folgenden Anweisungen, um AutoPlay zu aktivieren und versuchen Sie es erneut: ...”
Im Grunde ist dies eine Un-Lösung. Sie löst ein Problem, das der Kunde nicht mal hat. Normalerweise denkt man nicht ‚Wie könnte ich AutoPlay wieder anschalten, was ich gerade vor ein paar Wochen abgeschaltet habe, damit das Einlegen von CDs weniger nervig ist?’ sondern stattdessen möchte man das Programm installieren, dessen CD man gerade eingelegt hat und wo es eben nicht automatisch startete (was ja durchaus gewollt sein kann).
Etwas Ähnliches entdeckte ich kürzlich auf einer Webseite, die ein Bild in einem Popup anzeigen wollte. Ich habe nun meinen Popup-Blocker relativ aggressiv eingestellt, so daß er nahezu alles blockt, was ein neues Fenster öffnen will. Üblicherweise komme ich dann an den Inhalt hinter dem Popup immer noch heran, indem ich den Link einfach in einem neuen Tab öffne. Diesmal fand ich mich jedoch auf einer Seite wieder, die mir detailliert erklärte, wie ich JavaScript an- oder meinen Popup-Blocker ausschalte.
Sehr schön. Sie lösen ein Problem, welches ich nicht mal habe. Ich wollte doch nur das Bild sehen.
Seit Popup-Blocker aufkamen und inzwischen ihren Weg in nahezu alle Browser gefunden haben, bezweifle ich ein wenig, daß Popups noch eine brauchbare und sinnvolle Methode sind, dem Benutzer Inhalte zu präsentieren.
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